Rosenkönigin von Heroldsbach
Mutter der göttlichen Weisheit

EVANGELIUM VOM TAG

Montag der 3. Woche der Fastenzeit

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 4, 24–30
In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt.
Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam.
Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon.
Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman.
Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut.
Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen.
Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg.


WORTE DER PÄPSTE

Nachdem Jesus im Alter von ungefähr dreißig Jahren Nazaret verlassen und bereits seit einiger Zeit andernorts gepredigt und Heilungen gewirkt hatte, kehrte er einmal in seine Stadt zurück und begann, in der Synagoge zu lehren. Seine Mitbürger „staunten“ ob seiner Weisheit, und da sie ihn als den „Sohn der Maria“, als den „Zimmermann“ kannten, der mitten unter ihnen gelebt hatte, nahmen sie Anstoß an ihm, statt ihn in gläubiger Gesinnung anzunehmen (vgl. Mk 6,2–3). Das ist begreiflich, da es die Vertrautheit auf der menschlichen Ebene schwierig macht, über sie hinauszugehen und sich der göttlichen Dimension zu öffnen. Daß dieser Zimmermann der Sohn Gottes sein soll, ist für sie schwer zu glauben. Jesus selbst bringt als Beispiel die Erfahrung der Propheten Israels ein, die gerade in ihrer Heimat Gegenstand der Verachtung gewesen waren, und identifiziert sich mit ihnen. Aufgrund dieser geistlichen Verschlossenheit konnte Jesus in Nazaret „kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie“ (Mk6.5). Die Wunder Christi nämlich sind keine Zurschaustellung von Macht, sondern Zeichen der Liebe Gottes, die sich dort verwirklicht, wo sie dem Glauben des Menschen begegnet, wo eine Gegenseitigkeit gegeben ist. (Papst Benedikt XVI., Angelus, 8. Juli 2012)



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